Health-i Jurysitzung 2019

Sie sind eine Runde weiter: die neun Nominierten für den Health-i Award 2019. Zum vierten Mal galt es, die Besten aus vielen erstklassigen Einreichungen zu filtern. Im Fokus: digitale Ideen für die Weiterentwicklung unserer Gesundheitsversorgung. Gut 170 Bewerbungen wurden von unserem wissenschaftlichen Partner, Prof. Dr. Jochen Alfred Werner von der Universitätsmedizin Essen, geprüft und vorausgewählt. Eigens für die Initiative wurden dafür wissenschaftliche Kriterien zur Beurteilung der Ideen und Projekte festgelegt.

 

 

Von links nach rechts: Prof. Dr. Jochen Alfred Werner, Cornelia Röper, Alexander Puschilov, Dr. Shari Langemak, Sven Afhüppe, Marco Winzer, Andreas Bündert, Claudio Hasler

Am 3. September entschied die siebenköpfige Experten-Jury um Andreas Bündert, Leiter des Geschäftsbereichs Marke und Marketing der Techniker Krankenkasse, und Handelsblatt-Chefredakteur Sven Afhüppe in Hamburg, wer am 7. November 2019 bei der großen Verleihung im Kühlhaus Berlin auf den begehrten Award hoffen darf.

Die Nominierten sind:

Kategorie „Junge Talente“

Das Team von Contenance
Contenance ist der erste mobile und geführte Coach zur Verhinderung eines als problematisch zu bezeichnenden Smartphone-Verhaltens (PSU, „Handysucht“ im Volksmund“). Das Training basiert auf Ansätzen der kognitiven Verhaltenstherapie und übersetzt die evidenzbasierten Inhalte in einfach zu nutzende Text- und Audio-Übungen.

Tobias Buchwald – DIGETECH
DIGETECH arbeitet an der Nutzung des Potenzials innovativer Technologien in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft zur Erzeugung eines möglichst großen gesellschaftlichen Nutzens. Bisherige Erfolge: Pilotprojekte mit der Stadt Wiesbaden, DRK Soz. Dienste RMT, Aufnahme ins Social Impact Lab Frankfurt und ins HoganLovells BaSE, wissenschaftlicher Beirat aus Experten der theoretischen Neurowissenschaft, med. Psychologie und Grafikprogrammierung sowie dem Gründerzentrum der Universität Marburg aufgebaut.

Jannik Lockl – inContAlert
Mit inContAlert wird ein Sensorsystem entwickelt, das den Füllstand der Harnblase ermittelt und an ein digitales Endgerät ausgibt. Auf diese Weise wird Patienten, die das körpereigene Gefühl für den Zeitpunkt der Blasenentleerung verloren haben, das Wissen über den Füllstand der Blase zurückgegeben. Sie können so ihren Füllstand in Echtzeit auf dem Smartphone überwachen und sich vor Erreichen eines kritischen Füllstands benachrichtigen lassen.

Kategorie „Unternehmen“

Beurer GmbH
8sense by Beurer ist ein System zur Förderung der Rückengesundheit, bestehend aus Sensor-Technologie und mobiler App im Bereich Healthcare. Das Produkt hilft Unternehmen, Krankheitskosten zu sparen und Privatpersonen, ihr besseres und gesünderes „Ich“ zu erreichen. Bis zum heutigen Zeitpunkt gibt es zwei Coaching-Systeme: 1. Better Posture 2. Better Training. 8sense by Beurer agiert sowohl als Systemanbieter (B2B), die Coaching-Systeme können aber auch vom Endkunden erworben werden (B2C).

Faubel & Co.
Entwickelt wurde eine intelligente Kennzeichnung, welche den Re-Etikettierungsprozess komplett ersetzt. Entstanden ist ein Hybrid aus einem Booklet Etikett, RFID-Transponder und E-Paper-Display. Diese unter „Faubel-Med®Label“ registrierte Kennzeichnung ermöglicht ein automatisches Update des Haltbarkeitsdatums. Im Vergleich zum herkömmlichen Re-Etikettierungsprozess, der oft Monate in Anspruch nimmt, verkürzt die Smart-Label-Lösung die Aktualisierungszeit auf nur einen Tag.

Recare GmbH
Recare optimiert den Entlassprozess von Patienten in Krankenhäusern, indem durch eine Plattform die Anschlussversorgung digital koordiniert werden kann. Ein selbstlernender Algorithmus findet auf Basis eines Patientenprofils relevante Nachsorger (z.B. Pflegedienste oder Reha-Kliniken) und reserviert dort Kapazitäten für einen guten Übergang am geplanten Entlasstag.

Kategorie „Start-ups“

CIRIS
CIRIS hat die Delegation und Vermittlung von Patiententransporten digitalisiert, revolutioniert und das UBER für Patienten gebaut. Viele manuelle Prozessschritte im Bereich des Patiententransports wurden abgeschafft und das neue System ermöglicht eine win-win-win-Situation für Patienten, Krankenhäuser und Krankentransportunternehmen.

MOIO GmbH
MOIO unterstützt als TeleCare-System Pflegende bei ihren täglichen Herausforderungen. Das Pflegepflaster bzw. der Alarmsensor werden mit Hilfe einer speziellen Pflastertasche von Pflegebedürftigen direkt auf der Haut getragen. Es informiert bei typischen Aufstehsignalen, gibt Bescheid, wenn Sensoren einen Sturz erkennen und zeichnet auf wieviel Zeit im Liegen, Sitzen, Stehen oder Gehen verbracht wird.

scanacs GmbH
Die scanacs Plattform stellt einen neuen Standard in der Rezeptprüfung und Abrechnung zwischen Krankenkassen und Apotheken auf. scanacs bietet die Möglichkeit zum bedarfsgerechten elektronischen Austausch von Informationen in Echtzeit. Für den häufig über Monate dauernden Prüfprozess zur Erstattung eines Arzneimittels benötigt scanacs nur wenige Sekunden.

Diese Experten kamen zur diesjährigen Health-i Jurysitzung:

  • Sven Afhüppe, Chefredakteur Handelsblatt Media Group
  • Andreas Bündert, Geschäftsbereichsleiter Marke und Marketing, Techniker Krankenkasse
  • Claudio Hasler, Co-Founder und CEO PeakProfiling
  • Dr. Shari Langemak, Director Innovation & Business cereneo AG
  • Alexander Puschilov, Strategic Developement Clariness
  • Cornelia Röper, Geschäftsführerin Mitunsleben GmbH
  • Marco Winzer, Partner High-Tech Gründerfonds Management GmbH